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Die Tagesmutter aus Garbsen mit dem kleinen Jungen der so schlimm von dieser Frau behandelt wurde. Foto:Privat
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Tagesmutter aus Garbsen misshandelt kleinen Jungen(2) und darf trotzdem weiter Kinder betreuen

Garbsen- Was hat diese Frau sich dabei gedacht? Eine Tagesmutter aus Garbsen wurde lt. BILD-Zeitung wegen abscheulicher Erziehungsmethoden vom Amtsgericht Neustadt zu 2250 Euro Geldstrafe wegen Nötigung verdonnert und musste lediglich an Beratungsgesprächen und einem Anti-Aggressionstraining teilnehmen. Kinder betreuen darf sie aber weiterhin.

Was war passiert? Noch heute, über ein Jahr nach dem Vorfall klingt die Stimme der Mutter des Kindes, welches damals von der Horror-Tagesmutter betreut wurde zittrig und aufgewühlt. Manuela S. (Name geändert) sprach mit GCN über ihren schlimmsten Tag als Mutter. „Ich hatte mich extra für eine Tagesmutter im Ort entschieden, weil ich dachte, dass dies für meinen kleinen Sohn das Beste ist“, so die Mutter zu GCN.

„Es war am 29. Mai 2018, es war sehr warm und die Tagesmutter bat uns Eltern ein Handtuch für die Kinder einzupacken, da sie ein Planschbecken für die Kinder aufstellen wollte. Mein Sohn war damals 2 Jahre und 8 Monate alt. Natürlich lief mein Sohn dann ohne Windel herum, denn es wurde ja im Wasser geplanscht. Offenbar überkam ihn dann das Bedürfnis sich zu erleichtern und er suchte sich einen ruhigen Platz unter dem Tisch, um sein Geschäft zu verrichten. Warum er der Tagesmutter nicht Bescheid gesagt hat, ist mir bis heute unklar. Als die Tagesmutter dann das Häufchen unter dem Tisch entdeckte, wurde sie sehr sauer. Mein Sohn versuchte sich mit seinen Worten (er sprach damals schon sehr gut) herauszureden und führte an, dass unser Familienhund auch schon einmal ins Wohnzimmer gemacht hat“., erzählte uns die Mutter des Kindes.

Erst als die Eltern einen Anwalt einschalteten wurde sie informiert welche Konsequenzen das Verhalten der Tagesmutter hatte. Foto: privat

Nun wurde die Tagesmutter noch wütender und zeigte dem 2-Jährigen was man mit Hunden macht, die soetwas taten. Sie nahm das Gesicht des Kleinkindes und drückte es zur Strafe in den Kothaufen. Als die Mutter ihr Kind an dem Tag abholen wollte, kam ihr die ganze Situation komisch vor. Noch immer schien die Tagesmutter wütend und berichtete der Mutter von dem Vorfall. Wörtlich sagte sie: „Dein Sohn hat auf meinen Teppich geschissen“. Diese Aussage allein empfand die Mutter als sehr befremdlich. Als die Tagesmutter dann die ganze Geschichte erzählte und das auch offensichtlich noch als völlig normal empfand, platze der Mutter der Kragen. Sie nahm ihr Kind und verließ wortlos die Räumlichkeiten der Tagesmutter.

Zuhause erzählte Sie ihrem Mann von dem Vorfall, dieser rief sofort bei der Tagesmutter und fragte ob das alles so gewesen ist, wie seine Frau ihm berichtete – die Tagesmutter bestätigte das Ganze und hatte offenbar nicht das Bedürfnis sich zu entschuldgen. Das war zu viel für die Eltern. Entsetzt erstatteten die Eltern des Jungen Anzeige. Die Mutter (33) zu GCN: „Ich war sprachlos.“ Stinksauer sind die Eltern darüber, dass sie statt einer Entschuldigung von der Tagesmutter die fristlose Kündigung des Platzes (199 Euro monatlich, bezuschusst von der Stadt Garbsen) erhielten. Dabei der Hinweis, dass noch 8,50 Euro Essengeld offen seien.

Die Eltern wandten sich auch an die Stadt Garbsen. Diese bezuschusst das Ganze, aber in diesem Fall müssten sich die Eltern an die Region Hannover wenden, auch das taten sie. Monatelang hörten sie nichts, sie hatten keine Ahnung was denn überhaupt in diesem Fall passiert, Fakt war, weiterhin werden dort Kinder betreut, das haben die Eltern immer wieder gesehen ,denn sie wohnen im gleichen Ort in Garbsen.

Im Mai 2019 wollten die Eltern nicht mehr warten und schalteten einen Anwalt ein. Erst dann bekamen die Eltern die Info, dass die Tagesmutter bereits im November 2018 zu einer Geldstrafe verurteilt wurde. Aber auch jetzt werden von dieser Tagesmutter noch immer Kinder betreut. „Ich bin fassungslos, das kann doch alles nicht sein, warum darf diese Frau weiterhin Kinder betreuen?“, fragen sich die Eltern des psychisch misshandelten Kleinkindes.

Die Eltern erwägen nun eine Klage wegen Schmerzensgeld für den Jungen und Schadenersatz wegen Verdienstausfällen, mehr können sie nicht tun, ausser andere Eltern vor dieser Tagesmutter zu warnen.

GCN/bs

 

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