Start > Mach mit! > Leserbriefe-Garbsen > Grüner Pfeil erlaubt nicht ohne zu bremsen abzubiegen, hier die Fakten
Grünpfeil an der Ampel auf der Garbsener Landstraße. Foto: privat
Leserbriefe-Garbsen

Grüner Pfeil erlaubt nicht ohne zu bremsen abzubiegen, hier die Fakten

Garbsen – Unsere Leserin Andrea D. aus Garbsen ärgert sich immer wieder, dass Autofahrer den grünen Pfeil an der Garbsener Landstraße anscheinend nicht richtig deuten und sich ohne zu Bremsen einfach in den laufenden Straßenverkehr hineindrängeln, sodass es hier schon zu gefährlichen Situationen kam.

Grünpfeil an roter Ampel: So verhalten Sie sich richtig
Der Grünpfeil wird auch Blechpfeil oder einfach grüner Pfeil genannt und ähnelt in seiner Funktion einem Stoppschild. Wenn Sie an eine rote Ampel mit einem Grünpfeil kommen, dann stoppen Sie an der Haltelinie. Fahren Sie dann langsam zur Sichtlinie vor und biegen erst nach rechts ab, wenn die Straße komplett frei ist. Achten Sie dabei darauf, keine anderen Verkehrsteilnehmer zu behindern.

Eine Pflicht zum Rechtsabbiegen gibt es an einem Grünpfeil allerdings nicht – und deshalb sollte auch niemand, der dort anhält, per Hup- oder Lichtzeichen zum Abbiegen genötigt werden.

Wozu dient der grüne Pfeil?
Wer in Ostdeutschland seinen Führerschein gemacht hat, kennt den grünen Pfeil an Kreuzungen und Einmündungen schon seit der Fahrschule. Bundesweit ermöglicht das Verkehrszeichen das Rechtsabbiegen an einer roten Ampel dagegen erst seit 1994.

Damals wurde diese Erfindung der DDR in die Straßenverkehrsordnung (StVO) übernommen. Wichtigstes Ziel des grünen Pfeils war und ist es, lange Wartezeiten an Kreuzungen zu vermeiden. Während Autos, die nach links oder geradeaus fahren wollen, warten müssen, können Fahrer, die nach rechts abbiegen, sich in den von links kommenden Querverkehr einordnen, sofern genügend Platz ist.

Grünpfeil überfahren: So viel Bußgeld droht
Wer ohne kurzen Halt an einer roten Ampel mit Grünpfeil abbiegt, begeht einen Rotlichtverstoß. Dann wird ein Bußgeld von mindestens 70 Euro fällig. Werden dabei andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, dann können es 150 Euro sein. Außerdem kommt ein Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg hinzu.

GCN/bs

Teilen Sie diesen Beitrag: