Caren Marks zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

    (Foto: Caren Marks MdB)

    Hilfetelefon für Frauen bekannter machen

    Garbsen – Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November macht Caren Marks, SPDBundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfrauenministerin, auf die neueste kriminalstatistische Auswertung zur Partnerschaftsgewalt aufmerksam:

    „Diese Auswertung zur Partnerschaftsgewalt zeigt ganz deutlich, dass für viele Frauen das eigene Zuhause ein gefährlicher Ort ist, ein Ort an dem oft Angst und Gewalt herrschen.“ So waren im Jahr 2017 insgesamt 138.893 Personen von Partnerschaftsgewalt betroffen. Über 82 Prozent davon sind Frauen, fast die Hälfte von ihnen lebte in einem Haushalt mit dem Tatverdächtigen. Dazu die Abgeordnete: „Diese Zahlen sind alarmierend und machen deutlich, wie notwendig Hilfe und Unterstützung für von Gewalt betroffene Frauen ist.“

    Eine neue Öffentlichkeitskampagne des Bundesfrauenministeriums unter dem Motto „Aber jetzt rede ich“ soll das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ noch bekannter machen und mehr Frauen ermutigen, sich Hilfe zu holen.

    „Denn obwohl jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt erfährt, suchen nur 20 Prozent der Betroffenen Unterstützung. Die Kampagne zeigt Frauen, die entschlossen sind, einen Weg aus der Gewalt zu finden und macht deutlich, dass Gewalt jede Frau treffen kann – unabhängig von Alter, sozialem oder kulturellem Hintergrund. Eine besondere Rolle bei der Kampagne kommt den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten zu.

    Sie kämpfen vor Ort gegen Gewalt an Frauen und machen das Angebot des Hilfetelefons flächendeckend bekannt“, so Caren Marks.

    Ob Gewalt in der Partnerschaft, Mobbing, Stalking, Zwangsheirat, Vergewaltigung oder Menschenhandel – das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ steht betroffenen Frauen rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, zu allen Formen von Gewalt zur Seite.

    Unter der Rufnummer 08000 116 016 und über die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de können sich Betroffene, aber auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen und Fachkräfte beraten lassen – anonym, kostenlos, barrierefrei und in 18 Sprachen.

    Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Auch Männer, die sich beim Hilfetelefon melden, werden selbstverständlich beraten.

    GCN/jp