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Das zerstörte Fenster eines Geschäftes. GCN
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Brandanschlag auf Geschäfte türkischer Inhaber, Polizei geht von politischer Motivation aus

Garbsen – Bei ihrem Versuch, die Scheiben zweier in eine Ladenzeile an der Sandstraße (Garbsen) integrierten türkischen Geschäfte einzuwerfen und diese in Brand zu setzen, sind bislang unbekannte Täter in der Nacht zu Dienstag, 13.03.2018, gescheitert.

Zwei Zeugen hatten gegen 02:40 Uhr die Rettungskräfte verständigt. Beide waren gemeinsam auf dem Nachhauseweg gewesen und hatten die Sandstraße in Richtung Planetenring befahren, als sie auf Flammen an den Schaufenstern bzw. der Außenfassade und dem Vordach der beiden Geschäfte – einem Handyladen und einem Kiosk – aufmerksam wurden. Darüber hinaus bemerkten sie zeitgleich vier dunkel gekleidete Personen, die in den Spannweg wegliefen. Die Zeugen verfolgten die Flüchtenden noch ein Stück mit dem Auto, verloren sie dann aber aus den Augen. Anschließend kehrten die beiden zu der Ladenzeile zurück und traten zwei kleinere Brände nahe der Außenfassade aus, ehe die Feuerwehr eintraf und die qualmende Dachpappe des Vordachs ablöschte. Eine sofort eingeleitete Fahndung, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt war, verlief ohne Erfolg. Im Rahmen der sich anschließenden Untersuchungen und Überprüfungen stellten Polizeibeamte fest, dass die Täter offensichtlich versucht hatten, mit Steinen die Scheiben einzuwerfen und letztlich an der mit Sicherheitsglas ausgestatteten Scheibenfront, die lediglich splitterte, gescheitert waren. Darüber hinaus stellten sie durch Brandsätze verursachte Beschädigungen an der Außenfassade sowie des Vordachs der Geschäfte fest. Des Weiteren entdeckten die Beamten in der Nähe, auf dem Gehweg, Zettel mit dem handschriftlichen Text „G.L. Afrin“.

Aufgrund der sich darstellenden Gesamtsituation geht die Polizei von einer politischen Motivation aus. Der Zentrale Kriminaldienst – die Kriminalfachinspektion für Staatsschutzdelikte – ermittelt nun wegen versuchter schwerer Brandstiftung.

Die Polizei bittet Zeugen, die hierzu Hinweise geben können, sich mit dem Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0511 109-5555 in Verbindung zu setzen

 

GCN/bs

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