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Das Tablet als Handwerkszeug für Azubis: Die NGG will Branchen wie die Ernährungsindustrie für die Digitalisierung fit machen. @NGG Region Hannover
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Noch 1.890 Ausbildungsplätze in der Region Hannover unbesetzt

Garbsen – Nachwuchs gesucht: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres macht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auf offene Lehrstellen in der Region Hannover aufmerksam.

Nach Angaben der Arbeitsagentur sind von 6.990 gemeldeten Stellen aktuell noch 1.890 Plätze frei. Allein das Gastgewerbe in der Region zählt noch 174 offene Stellen für angehende Köche, Kellner & Co.

Claudia Tiedge, Geschäftsführerin der NGG Hannover, spricht von einem „Weckruf“. Neben dem demografischen Wandel führe auch der Trend zum Studium in vielen Branchen zu Nachwuchs-Problemen. „Ganz klar sind aber auch die Arbeitgeber gefordert. Wer wie im Gastgewerbe längere Arbeitszeiten verlangt, braucht sich nicht zu wundern, dass eine Ausbildung zur Restaurantfachkraft für Schulabgänger seltener in Frage kommt“, sagt Tiedge. Im neuen DGB-Ausbildungsreport belegen Berufe in der Gastronomie erneut die letzten Plätze.

Betriebe in der Region Hannover sollten sich „lieber jetzt als später“ um bessere Ausbildungsbedingungen kümmern. Dazu gehörten, so die Gewerkschafterin, eine tarifliche Bezahlung, gesunde Arbeitszeiten und ein Verbot fachfremder Tätigkeiten.

Zugleich gebe es in Sachen „Industrie 4.0“ noch jede Menge zu tun. Betroffen sei insbesondere die heimische Ernährungswirtschaft. Tiedge: „Wir müssen die Berufsausbildung für das digitale Zeitalter fit machen. Vom IT-Know-how bis zur Anlagensteuerung per Tablet brauchen wir die neue Technik auch in den Ausbildungsplänen in Betrieb und Berufsschule.“ Hierbei sollten auch die Betriebsräte ein Wort mitreden. „Und nicht zuletzt können die Firmen auf die Auszubildenden selbst bauen – die ,Digital Natives‘ im Betrieb.“