Start > Aktuelles > „Kiss and go“: Stadt richtet erste Hol- und Bringzone vor Grundschule ein
Zeigen die Hol- und Bringzone vor der Grundschule Horst: Ratsherr Günther Barthel (von links), Andreas Richter von der städtischen Abteilung Verkehr, Tanja Külich, Michael Hoheisel und Frank Hauke. Andreas Fröhlich (auf der Leiter links) und Jens Rohkohl (rechts) von den Servicebetrieben montieren die Schilder. @Stadt Garbsen
Aktuelles

„Kiss and go“: Stadt richtet erste Hol- und Bringzone vor Grundschule ein

Einjähriger Modellversuch in Horst ist erfolgreich – Eingeschränktes Halteverbot an der Ackerstraße gilt von 7 bis 14 Uhr zur Schulzeit

Garbsen – An der Grundschule Horst ist die erste offizielle Hol- und Bringzone im Garbsener Stadtgebiet eingerichtet worden. Das Projekt – auch „Kiss and go“ genannt – hatten die Stadtverwaltung und die Schulleitung in enger Zusammenarbeit mit der Garbsener Polizei initiiert und rund ein Jahr lang getestet. Ziel ist es, die teilweise gefährliche Verkehrssituation vor der Schule beim Hinbringen und Abholen der Kinder zu entschärfen.

Die etwa 30 Meter lange Hol- und Bringzone an der Ackerstraße wird durch zwei Schilder abgegrenzt. Das eingeschränkte Halteverbot gilt zwischen 7 und 14 Uhr und ausschließlich zu Schulzeiten. „In der Straße und auf dem Parkplatz vor der Schule ist es schon länger zu manchmal gefährlichen Situationen gekommen“, sagte Michael Hoheisel von der städtischen Abteilung Verkehr und Straßenbau. „Das Ergebnis des Modellversuchs gibt uns Recht: Die Situation hat sich im vergangenen Jahr deutlich verbessert.“

„Es ist uns wichtig, dass die Schüler sicher ankommen“, betonte Schulleiterin Tanja Külich. Das Projekt lebe vom Mitmachen der Eltern. Daher sei „Kiss and go“ auch mit dem Schulelternrat abgestimmt und bei Elternabenden vorgestellt worden. Das Kollegium spreche die Eltern auch persönlich an. Seit der Einrichtung der Hol- und Bringzone sei es zu keinen brenzligen Situationen mehr gekommen. „Vorher war das oft grenzwertig“, sagte die Schulleiterin. Generell rege das Kollegium die Kinder bereits früh an, zu Fuß oder – ab der vierten Klasse und nach bestandener Fahrradprüfung – mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen.

Die Idee für „Kiss and go“ stammt von der Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen. „Dort ist das Konzept bereits etabliert, in Niedersachsen gibt es ´Kiss and go´ erst selten“, sagte Hoheisel. Auch zwei weitere Garbsener Grundschulen haben bereits ihr Interesse an „Kiss and go“ signalisiert: die James-Krüss-Schule in Berenbostel und die Osterbergschule in Altgarbsen. „Dies müssen wir individuell  von Schule zu Schule und abhängig von der Verkehrssituation prüfen“, sagte Stadtbaurat Frank Hauke.

Zeigen die Hol- und Bringzone vor der Grundschule Horst: Ratsherr Günther Barthel (von links), Andreas Richter von der städtischen Abteilung Verkehr, Tanja Külich, Michael Hoheisel und Frank Hauke. Andreas Fröhlich (auf der Leiter links) und Jens Rohkohl (rechts) von den Servicebetrieben montieren die Schilder.
@Stadt Garbsen

GCN/bu

Teilen Sie diesen Beitrag: