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H.Kohake auf seinem Gelände, dem Kohake-Center (Foto:Cornelia George)
Persönlichkeiten aus der Region

H. Kohake:Erinnerungen an einen Unternehmner der alten Schule

Garbsen – Er hinterläßt in Garbsen eine riesengroße Lücke: Hubert Kohake ist bereits am 9. März 2014 gestorben. Der Unternehmer der alten Schule eröffnete unter anderem 1961 den ersten Baumarkt – er wurde 86 Jahre alt. Eine Erinnerung.

„Zeit für Käffchen?“ Hubert Kohake schien immer Zeit zu haben für ein Getränk, vor allem wenn man mit ihm zu tun hatte. Unsere ersten Redaktionsräume waren auf dem Gelände von Hubert Kohake. Wann immer man ihn auf dem Gelände an der Berenbosteler Straße antraf, durfte man sich dieser Einladung sicher sein. Leider ist Hubert Kohake nur wenige Monate nach dem Tod seiner Frau Maria am 9. März 2014 im Alter von 86 Jahren verstorben. Garbsen hat damals mit ihm einen der erfolgreichsten Unternehmer und einen Menschen von besonderem Charakter verloren. Hubert Kohake hat nie ein Aufheben gemacht um seine Person und seine Arbeit. Mit einer Schreinerei und Tischlerei zwischen Altgarbsen und der Autobahn fing er klein an, fertigte Fenster und Türen in einer Zeit, als Garbsen wuchs und wuchs. Aus Amerika brachte der junge Unternehmer damals eine völlig neue Idee mit nach Garbsen: Do it yourself. Somit eröffnete er 1961 den ersten Baumarkt.

Das Kohake Gelände 1967. Foto: R.Guthmann, Stadtarchiv Garbsen)

„Ehefrau Maria Kohake war seit Jahrzenten eine von uns“, hörten wir von vielen Menschen aus Garbsen, die mit ihr zu tun hatten. Sie hatte stes ein offenes Ohr für Mietersorgen und da konnte nach einem Gespräch mit Frau Kohake auch schon einmal eine komplett neue Einbauküche herausspringen, bevor man eine neue Kohake-Wohnung bezog. Familie Kohake hat damals und heute viel Wohnraum in Garbsen vermietet.

Hubert Kohake bleibt auch deshalb in guter Erinnerung, weil er seinem Kohake-Zentrum ein sehr menschliches Gesicht gab. Jedes Jahr der Maibaum, immer ein leuchtender Tannenbaum,  der Feuerwehr Garbsen blieb er immer treu, weil er wusste, dass sie unersetzlich gute Dienste leistet. Nicht nur einmal musste die Feuerwehr wegen eines Fehlalarms auf dem Kohake-Gelände ausrücken. Die „Galerie der Hände“ mit Abdrücken prominenter Personen ist seine eigene Erfindung.

An sein Lebenswerk, seine Frau und seine drei Kinder konnte sich Hubert Kohake zum Schluss nicht mehr erinnern. Aber wer ihn erleben durfte, wird ihn nie vergessen.
GCN/bs