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Ausstellung „Himmel und Hölle“ sorgt für Gänsehaut

Stadtarchiv zeigt Interviews und Fotos zur Nachkriegszeit in Garbsen

GARBSEN .  Ausstellung Garbsen. Sie spielten zwischen Trümmern und Panzerteilen, träumten von Spielzeug, vom Vater, der noch in Gefangenschaft war, von fetter Wurst, warmer Kleidung oder einem eigenen Bett: Kinder in der Nachkriegszeit in ganz Deutschland hatten eine außergewöhnliche Kindheit. Denn nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzte sich die Not der Kriegsjahre fort. Mehr als zwölf Millionen Deutsche flohen aus ihrer Heimat oder wurden vertrieben. Elf Millionen deutsche Soldaten befanden sich noch in Gefangenschaft. Obwohl es in den ehemals selbstständigen Garbsener Dorfgemeinden kaum Kriegsschäden gab und manche Garbsener Kinder in dörflicher Idylle und mit Schafen als Spielkameraden aufwuchsen, herrschte hier dennoch nicht nur heile Welt.

Interviews und alte Fotos offenbaren hier ganz persönliche Erinnerungen. Die eindrucksvoll an der Rathaus-Decke angebrachten Gegenstände symbolisieren, wie unerreichbar viele Sachen für die Kinder von damals gewesen sind.

Diese Dinge waren in der Nachkriegszeit für viele Kinder unerreichbar. GCN

Zeitzeugen, wie z.B. Horst Markworth und Elisabeth Badur erzählen Ihre ganz persönlichen Geschichten aus der Nachkriegszeit und stellen eigene Fotos sowie Gegenstände für die Ausstellung zur Verfügung.

Für fast alle Zeitzeugen stand fest: Auch wenn es schwere Zeiten waren, haben wir auch noch schöne Erinnerungen an unsere Kindheit.

Auch zahlreiche Besucher konnten sich mit den Bildern und den Geschichten  identifizieren, da sie selbst in der Nachkriegszeit aufwuchsen und auf ähnliche Erinnerungen zurückgreifen können.

Die Veranstaltung ist noch bis zum 24.März eröffnet und ist einen Besuch auf jeden Fall wert.

GCN/ku

 

 

 

 

 

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