Start > Aktuelles > Quartiersmanager, Stadt und Vonovia informieren über Sanierungsprojekte
Foto:GCN
Aktuelles

Quartiersmanager, Stadt und Vonovia informieren über Sanierungsprojekte

Zahlreiche Einwohner, Vereine und Gruppen beteiligen sich an der konstituierenden Sitzung der Nachbarschaftsversammlung

BERENBOSTEL (stp). Quartiersmanager Marc Müller-de Buhr, Vertreter der Stadt Garbsen und des Wohnungsbauunternehmens Vonovia haben bei der ersten offiziellen Nachbarschaftsversammlung über die geplanten Sanierungsprojekte im Rahmen des Programms Soziale Stadt Berenbostel-Kronsberg informiert. Neben den Menschen, die im Quartier wohnen, sind Initiativen, Selbsthilfegruppen, Vereine und öffentliche Institutionen in der Nachbarschaftsversammlung vertreten – außerdem Quartiersmanager Müller de-Buhr und für die Fraktionen die Ortsratsmitglieder Dieter Roggenkamp, Tibor Sostmann, Steven Bohlmann, Ortsbürgermeister Werner Baesmann und als Vertreter Angela Claus-Kappher und Gunther Koch. Die Nachbarschaftsversammlung hat die Möglichkeit, Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen zu bilden und so Interessierte aktiv und gezielt einzubinden.

Bei der Sitzung im Schützenhaus an der Corinthstraße beschloss das Gremium unter anderem eine Geschäftsordnung.

„Unser Ziel ist es, den Kronsberg als Quartier entscheidend zu stärken und zu stabilisieren“, sagte Stadtbaurat Frank Hauke zum Auftakt der Nachbarschaftsversammlung. Gefördert vom Programm Soziale Stadt werden zahlreiche bauliche und soziale Projekte realisiert, um die Attraktivität und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. „Von größtmöglicher Bedeutung ist der Bau des Quartierszentrums“, erläuterte Hauke. „Am Eingang in das Quartier soll ein Treffpunkt für alle Generationen entstehen – sozusagen das Herz des Stadtteils: mit Platz und Gelegenheit zur Begegnung, und auch für Projekte wie Hausaufgabenhilfe oder die Sprachförderung.“ Das Quartierszentrum solle nachhaltig wirken, nicht nur baulich, sondern auch sozial, und damit über die Dauer des Programms hinaus. Der Kronsbergplatz gegenüber vom geplanten Quartierszentrum werde als Eingang in das Quartier und in Verbindung mit dem neuen Zentrum gestaltet. „Für diese Planungen wird es einen städtebaulichen Wettbewerb geben – auch das zeigt die Bedeutung, die wir diesem Projekt beimessen“, sagte Hauke. Für den Neubau des Quartierszentrums sind im Wirtschaftsplan des Programms Soziale Stadt Berenbostel-Kronberg für 2017 250.000 Euro vorgesehen, für die Planung des Kronsbergplatzes weitere 50.000 Euro. Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung, der Verwaltungsausschuss und der Rat verhandeln den Vorschlag im Februar.

 

Ein weiteres Projekt für 2017 ist die Umgestaltung des Spielplatzes an der Corinthstraße. Der Spielplatz liegt am nord-östlichen Rand des Sanierungsgebiets und ist stark abgängig. In seinem aktuellen Zustand wird er nur noch sehr wenig von Kleinkindern genutzt und hat sich daher immer mehr zu einem festen Treffpunkt der Jugendlichen aus dem Quartier entwickelt. Diese Entwicklung zum Jugendtreffpunkt soll nun aufgegriffen werden. Die Spielfläche soll als Jugendtreffpunkt mit festem Unterstand und altersgerechten Spiel- und Freizeitgeräten ausgestattet werden. Die Jugendlichen im Quartier werden an der Neugestaltung beteiligt.  Für die Planung der neuen Spiel- und Freizeitflächen sind 40.000 Euro vorgesehen. In die Umsetzung der Planung werden rund 160.000 Euro fließen.

Das Programm Soziale Stadt wird gefördert von Stadt, Land und Bund, die je ein Drittel der Kosten tragen. Das gesamte geplante Investitionsvolumen für die Jahre 2014 bis 2017 liegt bei  1.204.200 Euro, die Stadt Garbsen trägt davon 401.400 Euro. Die Gesamtsanierung ist mit rund 9,7 Mio. Euro angesetzt. Die Nachbarschaftsversammlung stimmte dem Wirtschaftsplan bei einer Enthaltung zu. Auch der Ortsrat Berenbostel hat bei seiner Sitzung am 24. Januar beschlossen, dem Rat die Annahme des Vorschlags zum Wirtschaftsplan 2017 zu empfehlen. Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung, der Verwaltungsausschuss und der Rat verhandeln die Beschlussvorlage im Februar.

Bereits weitgehend abgeschlossen ist die energetische Sanierung des ersten Bauabschnitts der Wohnungen durch das Wohnungsbauunternehmen Vonovia. Das gesamte Sanierungsvorhaben soll 2019 beendet sein. Vonovia saniert im Quartier Berenbostel-Kronsberg unter anderem die Hauseingangsbereiche: Es werden Klingel- und Sprechanlagen installiert sowie die Vordächer, die Beleuchtung, Haustüren und die Briefkästen erneuert. Zudem werden die Fassaden mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen, die Fenster ausgetauscht, die Balkone saniert, Dächer gedämmt und abgedichtet und auch die Kellerdecken gedämmt.

 

Die Nachbarschaftsversammlung trifft sich zu ihrer nächsten Sitzung am Dienstag, 4. April. Beginn ist um 17 Uhr im Schützenhaus an der Corinthstraße.

Teilen Sie diesen Beitrag: