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Gab es in Garbsen Saurier?

Geologe Franz-Jürgen Harms lässt die Garbsener Tierwelt der Kreidezeit wieder lebendig werden

GARBSEN (stp). Lebten in Garbsen tatsächlich Meeresschildkröten und Saurier? Viele werden wissen, dass es im Garbsener Stadtgebiet mehrere Ziegeleien gab. Dass dort vor etwa 100 bis 140 Millionen Jahren Fischsaurier und Meeresschildkröten lebten, ist jedoch eher unbekannt. In einem Bildvortrag lässt Franz-Jürgen Harms die Garbsener Tierwelt der Kreidezeit wieder lebendig werden und erklärt, wie der Tonabbau und die Geschichte der Ziegeleien zusammenhängen. Sein Vortrag auf Einladung des Stadtarchivs am Donnerstag, 16. Februar, trägt den Titel „Berenbostel und Osterwald – Vom Zentrum der Ziegelindustrie zum Fundort von Fossilien“. Beginn ist um 17.30 Uhr im Ratssaal. Der Eintritt ist frei.

Der Geologe wird unter anderem darüber berichten, dass Fragmente der bislang ältesten Meeresschildkröte der Welt vor rund 100 Jahre in Garbsen gefunden wurden. Auch die gut erhaltenen Reste eines rund fünf Meter langen, Delfinartigen Fischsauriers und viele andere Meeresbewohner wurden schon aus dem Garbsener Boden geborgen.

Schon als Schüler entdeckte Harms an einer Berenbosteler Tonkuhle – dem heutigen Schwarzen See – Teile eines Ichthyosauriers, die sich heute im Landesmuseum befinden. Das war 1969. Die Tierwelt längst vergangener Zeiten hat ihn seitdem nicht losgelassen: Er machte sein Hobby zum Beruf und war unter anderem Leiter der Forschungsgrube Messel bei der Senckenbergischen Natur­forschenden Gesellschaft in Frankfurt am Main. Seit Beginn seines Ruhestands widmet er sich erneut den Garbsener Tongruben. Er hat vor Ort in Garbsen und in den Archiven der Regionen Spannendes zu Tage gefördert.

GCN/bs

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