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Stadtarchivarin begibt sich auf Spurensuche

Gezeigt werden zahlreiche historische Landkarten und Fotos, darunter auch Luftaufnahmen. Die Veranstaltung findet im Ratssaal im Garbsener Rathaus statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

„Jagdschloss“ der Familie Garbs – Fotograf unbekannt, Stadtarchiv Garbsen

Über den heutigen Stadtteil Auf der Horst heißt es oft, er sei „auf der grünen Wiese“ entstanden. Ein Foto mit weidenden Schafen, das das „Vorher – Nachher“ deutlich kontrastiert, festigt diesen Eindruck. An Gebäuden habe es nur eine alte Windmühle und ein Müllerhaus gegeben, die 1966 abgerissen wurden. Bei der Recherche für das neue Buch „Der Griff nach den Sternen – Geschichte und Gegenwart des Garbsener Stadtteils Auf der Horst“ schaute Scholl einmal genauer hin und fand heraus, dass es dort noch mehr gab. Sie verglich alte Landkarten von 1770 bis in die Gegenwart, besorgte sich alte Luftaufnahmen des Gebietes und fand Spuren, an die sich keine ihrer Zeitzeugen erinnern konnte. Eine Schießbahn und ein sogenanntes Jagdschloss in einem kleinen Waldstück gehören dazu. Die Luftbilder zeigen eindrucksvoll, dass manches nicht erst durch den Bau der Siedlung, sondern schon vorher durch Sandabbau des Hartsteinwerks Hannover verschwand.

GuthmannMuehle

(c) Rudolf Guthmann, Stadtarchiv Garbsen

Mit dem Anspruch, eine Art Ortschronik für Auf der Horst herauszugeben, hat Scholl auch den Namen des Stadtteils untersucht. Sie berichtet im Vortrag unter anderem über frühe Quellen, in denen der Name vorkommt und erklärt, was er bedeutet.

 

(GCN)

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