Start > Aktuelles > Bilder zeigen den Wandel Garbsens
RudolfGuthmann
Aktuelles

Bilder zeigen den Wandel Garbsens

Bereits 2007 entstand aus Guthmanns Bildern und aktuellen Aufnahmen der Band „Havelse im Fokus“. Seine gesamte Fotosammlung, die seit Anfang der neunziger Jahre im Besitz des Stadtarchivs ist, ist ab sofort im Internet zu sehen. „Die Aufnahmen sind jetzt in die Online-Datenbank der Deutschen Digitalen Bibliothek eingefügt worden und somit weltweit zugänglich“, sagt Daniela Nowak, Mitarbeiterin des Stadtarchivs. 19 Fotobände mit 2219 Aufnahmen waren der Beginn der umfangreichen Sammlung. Sie wurden bis Anfang der 1990er Jahre in der Grundschule Havelse aufbewahrt und zeigen Motive aus Havelse, Altgarbsen, Marienwerder mit dem Kloster, Stöcken und von der Entstehung der Großsiedlung Auf der Horst. Die Schulleitung übergab sie 1991 dem gerade neugegründeten Stadtarchiv. Die Rückenprägung „Chronik von Havelse“ gab einen ersten Hinweis auf die Bedeutung der Fotos. Rudolf Guthmann hatte die Fotografien in den Jahren 1953 bis 1971 angefertigt.

Fotograf Rudolf Guthmann nahm insbesondere seinen Wohnort Havelse in den Fokus.

Der Amateurfotograf Guthmann hatte Architektur studiert: Mit geschultem Blick hat er insbesondere den Wandel Havelses vom Dorf zum Stadtteil Garbsens und die rasante Entwicklung des Stadtteils Auf der Horst dokumentiert. So fotografierte Guthmann nicht nur straßenweise Wohn- und Geschäftshäuser, sondern auch den Neubau der Schulen am Planetenring, den Bau des Sperrtors am Mittellandkanal und das Leinehochwasser im Februar 1961. Aus einzelnen Motiven hatte Guthmann auch Ansichtskarten hergestellt. Diese sind nachträglich als Band 20 in den Bestand hinzugefügt worden.

Die Mitarbeiter des Stadtarchivs hatten die Herkunft der Fotos umfassend recherchiert. Bereits Bildunterschriften und Namen in den Alben gaben Aufschluss über die Urheberschaft, Guthmanns Tochter Lieselotte Brettschneider, die früher in Havelse wohnte, identifizierte die Bilder ebenfalls als Arbeit ihres Vaters. Zudem übergab sie dem Stadtarchiv 2001 einen weiteren Nachlass: eine Sammlung von 592 Negativen im Format 6 mal 6 Zentimeter. Als Sammlungen Havelse I (Fotos) und Havelse II (Negative) sind sie nun die ersten sogenannten Digitalisate, die das Garbsener Stadtarchiv online gestellt hat. Die Schwarz-Weiß-Fotos, die auch heruntergeladen werden können, sind weltweit abrufbar und ergänzt um viele Informationen.

Im Internet auf deutsche-digitale-bibliothek.de kann jeder Interessierte selbst auf Spurensuche gehen. Der Suchbegriff „Garbsen“ führt zu den Fotos. Zudem sind die Bilder im Internet auf archivportal-d.de zu finden – ebenfalls kostenlos und frei zugänglich.

Die Fotos sind aus den Sammlungen von Rudolf Guthmann.

 

(GCN)

Teilen Sie diesen Beitrag: