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Verwaltung bremst Unternehmer aus

Realisierungsmöglichkeiten dafür sieht die SPD vorrangig in Berenbostel und Garbsen-Mitte. Hier muss dringend Tempo aufgenommen werden, vorhandene Flächen bezahlbar entwickelt und mit Investoren realisiert werden. Gerade die Nähe zum Campus bietet sich zum Wohnungsbau für
Studenten an. An anderen Stellen müssen aber auch Angebote für diejenigen geschaffen werden, deren Eigenheime inzwischen zu groß oder beschwerlich geworden sind. Größere Wohneinheiten mit Aufzug, behindertengerecht und gegebenenfalls auch mit individueller Betreuung gehören in die Mitte. Hier können die Verkäufer von Eigenheimen in den Dörfern genauso gut wohnen wie Familien oder Menschen mit Bedarf an großen Wohnflächen. So lassen sich die wohnungsbaupolitischen Ziele der SPD in Garbsen kurz zusammenfassen. Deshalb hat die SPD auch im März des Jahres den meisten Flächen des Wohnbauflächenprogramms zugestimmt, das die Verwaltung dem Rat vorgelegt hatte. Rund 90 ha nahezu über das ganze Stadtgebiet verteilt sind dort aufgelistet, auf denen man sich Wohnungsbau vorstellen kann.

Was ist seither passiert? Für die SPD zu wenig! Wenn man sieht, dass in noch nicht einmal drei Jahren in Garbsen 5.000 Studenten und entsprechend viele Mitarbeiter den Betrieb am Campus Garbsen aufnehmen sollen, so muss es doch Ziel der Stadt sein, dafür auch Wohnraum bereitstellen zu können. Der muss bis dahin aber auch noch gebaut werden. Also muss man jetzt in die Strümpfe kommen. Was aber geschieht in Garbsen? Nichts! Im Gegenteil gibt es eine Unternehmerfamilie, die am östlichen Rand von Berenbostel „Im Fuchsfeld“ eine der Flächen aus dem Wohnbauprogramm in ihrem Eigentum hat und – sie will dort auch bezahlbare Wohnungen bauen. Bereits Ende 2015 wurde der SPD ein erstes Konzept für bis zu 800 Wohneinheiten auf dem gesamten Areal vorgestellt. Die Fläche liegt nahe am Campus, schließt an die vorhandene Bebauung an und ist auch bereits mit einer Buslinie erreichbar. Das Konzept für die jetzt zur Bebauung anstehende Fläche sieht kleine Wohneinheiten z.B. für Studenten aber auch größere Wohnungen zur Miete oder im Eigentum und auch einige Reihenhäuser vor.

„Man sollte annehmen, dass die Verwaltung Einiges daran setzt, hier die planungsmäßigen Voraussetzungen zu schaffen. Aber, weit gefehlt, die Stadt steht noch immer auf der Bremse!“, ärgert sich der Fraktionsvorsitzende Karsten Vogel. „Man hört, dass die Verwaltung das Konzept immer weiter zurechtstutzt, was am Ende natürlich auf die Mietkosten negativ durchschlagen wird. Der Rat wird bisher völlig außen vor gehalten.“ „Was passiert, wenn das Projekt scheitert? Dann wird bezahlbarer Wohnraum in Garbsen noch länger fehlen! Wenn man so mit Unternehmen umgeht, werden sie sicher lieber anderswo investieren.“, so Rüdiger Kauroff.

(HCN)

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