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Sondersitzung zum Thema Altlasten in Stelingen

„Die Informationen der Region sind eine Bestätigung dessen, was Stadtverwaltung, Politik und Öffentlichkeit schon bekannt war“, sagt Stadtbaurat Frank Hauke.

Nach der aktuellen Einschätzung der Region führen die Fließrichtungen des belasteten Grundwassers von der Bebauung weg. Die Altlasten liegen in 30 bis 40 Meter Tiefe. Laut Region sind für eine abschließende Beurteilung des Ausmaßes weitergehende Untersuchungen von Boden und Grundwasser notwendig. Die Region Hannover wird noch weitere Hausbrunnen- und Bodenproben aus dem Umfeld der Deponien nehmen. Abschließende Ergebnisse zur Gefahrenabschätzung liegen seitens der Region noch nicht vor.

„Dennoch planen wir schnellstmöglich eine öffentliche Sondersitzung, bei der die Region umfassend über die Untersuchungsergebnisse, die Auswirkungen, die weitere Vorgehensweise und eine mögliche Sanierung der Standorte informieren soll – möglichst noch im Juli“, sagt Hauke.

„Allein die Region ist für die Untersuchung und Gefahrenabschätzung der genannten Flächen verantwortlich und fachlich kompetent für eine qualifizierte Beurteilung der Situation“, sagt Hauke. Die Altlasten sind auf privaten Flächen im Kataster der Region verzeichnet.

„Es ist der Stadtverwaltung und in der Öffentlichkeit seit mehr als 30 Jahren bekannt, dass in den beiden ehemaligen Sandgruben südlich von Stelingen Industrie- und Gewerbemüll sowie Bauschutt abgekippt wurde“, sagt Hauke.

„Das Thema Altlasten in Stelingen ist regelmäßig und öffentlich kommuniziert worden“, sagt er, „sowohl in den Gesprächsrunden des Arbeitskreises Dorfentwicklung als auch bei Ortsterminen, wie bei einem Dorfrundgang im September 2007 mit Stadtverwaltung, Politikern und Bürgern mit Hinblick auf neue Baugebiete.“

Bereits 1994 gab es einen Hinweis zu den beiden Altlastendeponien in einem Bebauungsplan für das Gebiet östlich Stralsunder Straße. Diese liegt rund 150 Meter entfernt von den ehemaligen Sandgruben. Dort heißt es in der Begründung, Wasserentnahmen sollten nicht ohne Untersuchungen und in Abstimmung mit dem damaligen Landkreis Hannover erfolgen. Der B-Plan ist rechtskräftig und öffentlich behandelt worden.

Die Region hat die Bauverwaltung der Stadt im März 2016 über die Zwischenergebnisse und damit erstmals über die chemische Zusammensetzung der Altlasten informiert. Die Region hat im März auch die betroffenen Grundstückseigentümer und am 11. April in Stelingen die Mitglieder des Realverbandes im Rahmen einer Informationsveranstaltung über die Ergebnisse der Untersuchungen und die weitere Vorgehensweise informiert.

Die geplante Informationsveranstaltung ist öffentlich. Die Abstimmung mit der Region und mit dem Ortsrat erfolgt.

(GCN)

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