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Region baut Schulsozialarbeit aus

Ulf-Birger Franz, Bildungsdezernent der Region Hannover, sagt: „Wir haben gemeinsam mit den Schulen ein sozialpädagogisches Unterstützungssystem entwickelt, um Jugendlichen bessere Schulabschlüsse und Übergänge in Ausbildung und Beruf zu ermöglichen und sie damit zu einer selbstbestimmten Lebensgestaltung zu befähigen.“ Den Mitgliedern des Ausschusses für Schulen, Kultur und Sport wurden die Ergebnisse und ein Zwischenfazit dieses Unterstützungssystems heute (19. Mai 2016) vorgestellt.

Seit 2014, seitdem die Sondermittel des Bundes aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für Schulsozialarbeit nicht mehr zur Verfügung stehen, stellt die Region Hannover jedes Jahr 487.000 Euro in den Haushalt ein, „um durch sozialpädagogische Projekte zumindest einem Teil des Bedarfs an schulischer Sozialarbeit in den regionseigenen Schulen nachzukommen“, so Ulf-Birger Franz. Eine Befragung in den Schulen in Regionsträgerschaft ergab 2013, dass diese einen sehr hohen Bedarf an schulischer Sozialarbeit sehen, um ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag gerecht zu werden.

In den Berufsbildenden Schulen der Region Hannover werden die finanziellen Mittel vor allem für benachteiligte Schülerinnen und Schüler für Maßnahmen des sozialen Lernens eingesetzt, die der Entwicklung und Stärkung sozialer Kompetenzen wie Wahrnehmungs-, Kommunikations-, Kooperations- und Konfliktfähigkeit dienen. Seit Jahren schon finanziert die Region je eine Stelle Schulsozialarbeit an den Berufsbildenden Schulen Burgdorf, Neustadt und Springe. 2015 wurde eine weitere Stelle an der BBS 2 geschaffen, für dieses Jahr ist die Ausweitung des Angebots mit je einer Stelle für die BBS 3, BBS ME, BBS 6 sowie an der Anna-Siemsen-Schule beschlossen worden. Zudem wurde aus dem Programm gegen Jugendarbeitslosigkeit im Projekt Praxis-Klasse über drei Jahre an den vier beteiligten Schulen – BBS 6, Anna-Siemsen-Schule, BBS Neustadt und BBS Springe – zunächst je eine Stelle, im jetzt endenden dritten Jahr zusammen 1,5 Stellen Schulsozialarbeit finanziert.

Auch in den Förderschulen in Trägerschaft der Region Hannover wird ein hoher Bedarf für Maßnahmen des sozialen Lernens gesehen. „Darüber hinaus geht es in den Förderschulen darum, den Schülerinnen und Schülern Orientierung und Selbstständigkeit im beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld zu ermöglichen“, sagt Ulf-Birger Franz.

(GCN)