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Alltags Tipps für Garbsen

Tipps und Tricks für den Frühlings-Garten

Pflanzen die im letzten Jahr gepflanzt wurden, müssen auf Frostschäden überprüft werden. Die oberste Bodenschicht (Krume) der Beete sollte jetzt aufgelockert bzw. umgebrochen werden. Dazu wird der Boden mit einer Harke oder dem Dreizack grob bearbeitet. Der Winterschutz kann von den Rosen entfernt und die Rosen zurückgeschnitten werden. Wenn die Witterung es zuläßt können jetzt beispielsweise überwinterte Fuchsien, Geranien, Margeritenstämmchen, Oleander und andere Kübelpflanzen umgetopft und ebenfalls zurückgeschnitten werden. Die Pflanzzeit für Obstbäume beginnt, denn je früher diese gepflanzt werden, desto stärker treiben die Obstgehölze im Mai aus.

Tomaten, Paprika und Chili jetzt anpflanzen

Frisch geerntete Tomaten oder Paprika aus dem eigenen Garten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Wenn Sie also im Spätsommer bzw. Herbst Ihre eigenen Tomaten oder Paprika ernten wollen, dann sollten Sie idealerweise schnellstens mit der Aussaat beginnen. Jetzt ist nämlich der richtige Zeitpunkt, um die Paprika- bzw. Tomatenpflanzen für die kommende Gartensaison am Fensterbrett vorzuziehen. Denn je nach Saisonverlauf bzw. Sonnenscheindauer kann dieser zeitliche Vorsprung, den man den Jungpflanzen damit verschafft, eine längere und damit reichaltigere Ernte bewirken.

Geeignete Anzuchterde kann man aus reifem Kompost, Gartenerde und Sand selbst mischen, aber auch mit handelsüblicher Blumenerde gedeihen die Samen. Viel wichtiger für die Keimung ist ausreichende Wärme, d.h. eine Fensterbank über einem Heizkörper oder ein heller Bodenstandort mit Fußbodenheizung sind Voraussetzung für das Keimen des Saatguts.
Tomatensamen benötigen für das Keimen zumeist nur wenige Tage, sofern die Erde regelmäßig gegossen und mehrmals täglich besprüht wird – um das Austrocknen der Samen zu vermeiden. Bei Paprikas oder auch Chilis kann es schonmal bis zu 2 Wochen dauern.
Die Jungpflanzen sollten ebenfalls ständig feucht gehalten werden (Staunässe vermeiden!) – nach ca. 2-3 Wochen können sie dann pikiert bzw. vereinzelt werden.
Die Aufzucht auf der Fensterbank führt manchmal jedoch dazu, daß die jungen Tomaten- und Paprikapflanzen zu schnell wachsen, so daß durch die begrenzte Lichtzufuhr dünn-aufgeschossene, schwache und hellgrüne Pflanzen entstehen.
Trotzdem sollten die Jungpflanzen nicht zu früh ins Gartenbeet ausgepflanzt werden, da diese Pflanzen auch auf leichte Nachtfröste noch sehr empfindlich reagieren können. Mitte Mai bzw. nach den Eisheiligen ist ein guter Zeitpunkt, denn auch im Garten benötigen Tomaten viel Sonne und Wärme.
Sollten die Tomaten- oder Paprikapflanzen in der Wohnung etwas zu dünn und groß geraten sein, kann man diese beim Auspflanzen ins Beet extrem tief setzen. Dadurch bilden sich an den ehemals oberirdischen Pflanzenteilen (Stiel/Stengel) im Erdreich weitere Wurzeln, wodurch die Pflanzen schnell kräftiger und stabiler werden.

Bevor man die Jungpflanzen aber endgültig in den Garten setzt, sollte man darauf achten, daß man sie nicht sofort der prallen Sonne aussetzt. Ansonsten würden die empfindlichen Blätter sofort von der Sonne verbrannt. Dem kann man vorbeugen, wenn man die Pflanzen anfangs nur bei gutem Wetter tagsüber einige Stunden ins Freie stellt. Nach mehreren Tagen sind die jungen Paprika- und Tomatenpflanzen soweit abgehärtet, dass sie auch längere Sonnenphasen unbeschadet überstehen. Jetzt können die Pflanzen ins Gartenbeet. Dort sollten sie möglichst bald mit einem Bambusstab o.ä. abgestützt werden. Als Dünger empfiehlt sich Tomaten-Langzeitdünger (auch für Paprika- und Chili-Pflanzen) bzw. Blaukorn, denn die Nachtschattengewächse (Solanaceae) gehören zu den starkzehrenden Gemüsearten. Vor allem die Kalzium und Kaliumgehalte des Bodens sind hierbei entscheidend. Der übermäßige Wuchs wird durch diese gezielte Dünge-Maßnahme reduziert und die Pflanzen werden insgesamt kräftiger, die Ernte reichhaltiger.
Neben der richtigen Düngung ist eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit für den Paprika- und Tomatenanbau wichtig, da diese Nachtschattengewächse kräftig wachsende Pflanzen mit großen Blättern sind, die sehr viel Wasser benötigen, gleichzeitig aber keine Staunässe vertragen. Der Boden sollte also gleichmäßig feucht gehalten werden, wobei niemals die gesamte Pflanze bewässert werden sollte, sondern nur der Wurzelbereich, was vor dem Auftreten der Kraut- und Braunfäule schützt. Dementsprechend ist ein nicht zu feuchter/regnerischer Sommer für den Tomaten- Paprikaanbau im Garten ideal.

(GCN)